Mit großen Hoffnungen und dem klaren Ziel des Aufstiegs in die 2. Wasserball-Bundesliga reiste der ASC Brandenburg 03 am vergangenen Wochenende zum Aufstiegsturnier nach Nürnberg.

Der Start in das Turnier verlief nahezu optimal. Gegen den SV Blau-Weiß Bochum zeigte der ASC seine beste Leistung des Wochenendes und setzte sich nach einer anfänglich nervösen Anfangsphase souverän mit 16:11 durch. Vor allem ab dem zweiten Viertel fanden die Brandenburger immer besser ins Spiel, riefen viele der Stärken ab, die sie bereits während der gesamten Saison ausgezeichnet hatten, und setzten die Vorgaben des Trainerteams konsequent um. Trotz des überzeugenden Erfolgs war allen Beteiligten bewusst, dass noch Luft nach oben vorhanden war – für viele Spieler war es die erste Erfahrung auf einer derart großen Bühne.

Im zweiten Spiel gegen den späteren Turniersieger SV Poseidon Hamburg folgte jedoch der erste Rückschlag. Die Hamburger präsentierten sich in starker Form und ließen dem ASC mit einem deutlichen 19:9-Erfolg kaum Chancen. Ungenaue Pässe, fehlende Konsequenz in der Defensive und eine insgesamt schwächere Leistung verhinderten, dass die Brandenburger ihr gewohntes Leistungsvermögen abrufen konnten. Dennoch hatte die Mannschaft den Aufstieg weiterhin in der eigenen Hand.

Die Entscheidung fiel am Sonntagmorgen gegen den SV Würzburg. Aufgrund der bisherigen Ergebnisse hätte dem ASC sogar eine Niederlage mit vier Toren Differenz gereicht, um mit einem anschließenden Sieg gegen Gastgeber Nürnberg noch den zweiten Aufstiegsplatz zu erreichen. Stattdessen erwischten die Brandenburger einen rabenschwarzen Tag und mussten sich deutlich mit 13:25 geschlagen geben. Mit dieser Niederlage war der Traum vom Aufstieg endgültig beendet.

Trainer Christopher Bott zeigte sich nach dem Turnier entsprechend enttäuscht: „Das Spiel gegen Bochum hat gezeigt, wozu diese Mannschaft in der Lage ist. Leider ist es uns danach nicht mehr gelungen, unser Leistungsvermögen konstant abzurufen. Das tut weh, aber solche Erfahrungen gehören zur Entwicklung einer jungen Mannschaft dazu.“

 

Auch Co-Trainer Markus Behrendt verwies auf die mentale Belastung während des Turniers: „Vielleicht wollten wir zu viel. Es sollte unbedingt klappen. Aber die Truppe ist jung und hat Potenzial – das hat sie die gesamte Saison über mehrfach bewiesen.“

Im abschließenden Spiel gegen Gastgeber Nürnberg war die Enttäuschung deutlich spürbar. Nach dem verpassten Aufstieg war die Luft aus der Partie raus, sodass auch die letzte Begegnung mit 13:15 verloren ging. Trainerteam und Mannschaft nutzten das Spiel dennoch, um allen Akteuren Einsatzzeiten zu geben und insbesondere den jüngeren Spielern weitere Erfahrungen auf diesem Niveau zu ermöglichen.

Kapitän Gabriel Satanovsky zog ebenfalls ein ehrliches Fazit: „Leider haben wir nicht unser volles Potenzial ausgeschöpft. Gegen Bochum haben wir ein sehr starkes Spiel gezeigt, in den folgenden Partien konnten wir dieses Niveau aber nicht mehr erreichen. Trotzdem nehmen wir viele wichtige Erfahrungen mit. Im letzten Spiel haben alle noch einmal viel Spielzeit erhalten, damit auch unsere jüngeren Spieler Erfahrungen auf diesem Niveau sammeln konnten.“

Der Aufstieg ging am Ende verdient an den SV Poseidon Hamburg und den SV Blau-Weiß Bochum. Für den ASC Brandenburg 03 beginnt nun die Aufarbeitung einer insgesamt erfolgreichen Saison, die ihr erhofftes Ende in Nürnberg nicht fand. In den kommenden Tagen und Wochen werden Mannschaft und Trainerteam die Eindrücke des Turniers analysieren und die richtigen Schlüsse für die Zukunft ziehen.

Ein besonderer Dank gilt den zahlreichen mitgereisten Fans, die den ASC Brandenburg 03 während des gesamten Turniers lautstark unterstützt haben.

Es spielten beim Aufstiegsturnier: Dave Hausmann, Sascha Mischur-Wunderlich, Yannick Kaack, Magnus Sperling, Erik Lahayn, Emil Heise, Patrick Hehr, Phil Kretschmer, Emil Gutschmidt, Markus Behrendt, Philipp Boreck, Gabriel Satanovsky, Nicolas Tosch, Armin Kuster, Yann-Marc Bonatz, Tom Gustavus, Moritz Richter, Jamie Karisch und Tobias Marzahn. Trainer: Christopher Bott. Co-Trainer: Markus Behrendt. Mannschaftsbegleiter: Hugo Kamradt.

 

Fotos von Thorsten Marzahn/ 9×13 Blog