Der ASC Brandenburg 03 hat beim Final-Four-Turnier um den Ostdeutschen Wasserballpokal im Brandenburger Marienbad den Pokalsieg verpasst. Vor heimischer Kulisse zog die Mannschaft von Trainer Christopher Bott nach einem souveränen Halbfinalerfolg ins Endspiel ein, musste sich dort jedoch dem Favoriten aus Potsdam geschlagen geben.

Bereits das erste Halbfinale zwischen der WU Magdeburg und der zweiten Mannschaft des OSC Potsdam entwickelte sich zu einer klaren Angelegenheit. Die Potsdamer setzten sich deutlich mit 24:8 durch und zogen verdient ins Finale ein.

Im zweiten Halbfinale zeigte der ASC Brandenburg 03 anschließend eine starke Leistung gegen den SV Zwickau. Mit einem souveränen 23:13-Erfolg ließ die Mannschaft keinen Zweifel am Finaleinzug aufkommen. Besonders die stabile Defensive überzeugte dabei. Torhüter Moritz Richter vertrat den verhinderten Stammtorwart Tosch ausgezeichnet und zeigte mit zahlreichen Paraden, dass sich das Trainerteam auf beide Torhüter im Kader verlassen kann. Auch offensiv präsentierte sich der ASC variabel und treffsicher. Die Brandenburger setzten zahlreiche einstudierte Angriffsvarianten erfolgreich um und demonstrierten eindrucksvoll, welches Potenzial in der Mannschaft steckt, wenn die Trainingsinhalte konsequent umgesetzt werden.

Im Finale gegen den OSC Potsdam entwickelte sich zunächst eine Begegnung auf Augenhöhe. Bis zur Halbzeit hielten die Gastgeber gut mit, mussten jedoch einige aus ihrer Sicht überraschende Entscheidungen der Unparteiischen hinnehmen, wodurch Potsdam mit einer 10:6-Führung in die Pause ging. Nach dem Seitenwechsel versuchte der ASC, den Rückstand schnell zu verkürzen. Dabei führten jedoch einige unglückliche und überhastete Aktionen dazu, dass die Potsdamer immer wieder zu gefährlichen Kontern eingeladen wurden. Mitte des dritten Viertels war die Partie schließlich vorentschieden, sodass der OSC Potsdam den Pokalsieg sicher nach Hause brachte.

Trotz der Finalniederlage zog das Trainerteam ein insgesamt positives Fazit des Wochenendes. Neben dem sportlichen Erfolg stand vor allem die Vorbereitung auf die bevorstehenden Aufstiegsspiele im Fokus. Das Final-Four-Turnier bot die Möglichkeit, unter Wettkampfbedingungen nahezu allen Spielern umfangreiche Einsatzzeiten zu geben und wichtige Erkenntnisse für die kommenden Aufgaben zu gewinnen.

„Natürlich wollten wir den Pokal gewinnen. Gleichzeitig war das Turnier für uns ein wichtiger Gradmesser auf dem Weg zum Aufstiegsturnier. Wir konnten vielen Spielern Einsatzzeiten geben und haben wertvolle Erkenntnisse gesammelt, woran wir in den kommenden Tagen noch arbeiten müssen“, erklärte Trainer Christopher Bott.

Nach den beiden Spielen wurde deutlich, welche Abläufe bereits sehr gut funktionieren und an welchen Details in den verbleibenden Trainingseinheiten noch gearbeitet werden muss. Die nächste große Herausforderung wartet bereits vom 26. bis 28. Juni in Nürnberg. Dort kämpft der ASC Brandenburg 03 gemeinsam mit den Teams aus Würzburg, Hamburg, Nürnberg sowie Bochum/Köln beim Aufstiegsturnier um den Sprung in die höhere Spielklasse.

Es spielten gegen Zwickau: Moritz Richter, Armin Kuster (4 Tore), Phil Kretschmer (1), Philipp Boreck (1), Emil Heise (1), Dave Lukas Hausmann, Tobias Marzahn (5), Magnus Sperling (1), Gabriel Satanovsky (7), Yannick Kaack (2), Patrick-Jörg Hehr, Dennis Wagner und Yann-Marc Bonatz (1).

Es spielten gegen Potsdam: Moritz Richter, Armin Kuster (1 Tor), Phil Kretschmer (2), Philipp Boreck (1), Emil Heise (2), Tobias Marzahn, Magnus Sperling, Gabriel Satanovsky (4), Yannick Kaack (1), Patrick-Jörg Hehr, Dennis Wagner, Yann-Marc Bonatz und Hugo Brüggemann.

 

Fotos von Thorsten Marzahn/ 9×13 Blog