Der ASC Brandenburg 03 hat ein emotionales Wochenende hinter sich und geht nun mit der großen Chance auf die Meisterschaft in die entscheidende Woche. Beim Auswärtsspiel am Samstag bei der SG Neukölln 2 mussten sich die Havelstädter nach einer echten Achterbahnfahrt der Gefühle knapp mit 17:18 geschlagen geben. Für die Brandenburger war es das erste Saisonspiel im Freibad und damit auch eine ungewohnte Umgebung. Zudem erwiesen sich die Berliner erneut als unangenehmer Gegner. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase konnte sich Neukölln im weiteren Spielverlauf mit zwei bis drei Treffern absetzen. Während der ASC offensiv lange Zeit gut im Spiel blieb, zeigte sich die Defensive ungewohnt unsortiert. Erst im Schlussviertel drehte die Mannschaft noch einmal auf. Durch taktische Anpassungen gelang schließlich der 17:17-Ausgleich, ehe Neukölln in der letzten Minute doch noch den entscheidenden Treffer zum 18:17-Endstand setzte. Damit schien der mögliche Matchball zur Meisterschaft am Donnerstag zunächst verpasst.
Doch bereits am Sonntag zeigte die Mannschaft im heimischen Marienbad die richtige Reaktion. Gegen den SC Wedding war der ASC trotz der bitteren Niederlage vom Vortag von Beginn an voll da. Kurioserweise bot sich diesmal ein komplett anderes Bild: Während die Defensive der Havelstädter stark arbeitete, miteinander kommunizierte und füreinander kämpfte, ließ die Offensive zahlreiche Chancen ungenutzt. Dennoch kontrollierten die Brandenburger die Partie über die gesamte Spielzeit und sicherten sich am Ende einen verdienten 12:9-Erfolg. Damit nahm der Tabellenführer das Minimalziel von drei Punkten aus dem Wochenende mit und behauptete weiterhin mit einem Punkt Vorsprung auf Potsdam die Tabellenführung. Die Ausgangslage bleibt damit klar: In den letzten beiden Heimspielen hat der ASC alles in eigener Hand, um den Meistertitel nach Brandenburg zu holen.
Dann folgte am Sonntag um 17:05 Uhr die überraschende Nachricht aus Berlin: Die SG Neukölln 2 gewann im heimischen Freibad gegen den OSC Potsdam. Damit steht fest, dass die Wasserballer aus Brandenburg nun zwei Matchbälle zur Meisterschaft besitzen. Den ersten wollen die Havelstädter direkt am Donnerstag nutzen. An Christi Himmelfahrt empfängt der ASC ab 11 Uhr Dresden zum ersten Entscheidungsspiel um den Titel. Mit einem Sieg wäre der ASC Brandenburg 03 Meister der Liga.
Trainer Christopher Bott blickt kämpferisch auf das entscheidende Heimspiel:
„Jetzt haben wir es wieder komplett in der eigenen Hand. Dresden wird uns nichts schenken, deshalb müssen wir vom ersten Angriff an hochkonzentriert auftreten und alles ins Wasser werfen.“
Es spielten gegen Neukölln:
Nicolas Tosch, Armin Kuster (2 Tore), Phil Kretschmer, Hugo Brüggemann, Emil Heise, Yannick Kaack (2 Tore), Tobias Marzahn (2 Tore), Hugo Kamradt, Gabriel Satanovsky (10 Tore), Erik Lahayn, Patrick-Jörg Hehr (1 Tor), Dave Lukas Hausmann, Moritz Richter, Yann-Marc Bonatz.
Es spielten gegen Wedding:
Nicolas Tosch, Armin Kuster (3 Tore), Phil Kretschmer, Philipp Boreck, Emil Heise (1 Tor), Magnus Sperling, Yannick Kaack (1 Tor), Hugo Kamradt, Gabriel Satanovsky (5 Tore), Erik Lahayn (2 Tore), Patrick-Jörg Hehr, Dave Lukas Hausmann, Moritz Richter, Yann-Marc Bonatz.
Fotos von Thorsten Marzahn/ 9×13 Blog