Der ASC Brandenburg 03 hat es geschafft: Mit einem eindrucksvollen 22:10-Heimsieg sicherten sich die Havelstädter an Christi Himmelfahrt vorzeitig die Meisterschaft und krönten damit eine herausragende Saison. Zehn Jahre nach dem letzten Titelgewinn steht der ASC wieder ganz oben und verwandelte das heimische Marienbad in eine große Meisterparty.

Vor einer überragenden Kulisse von mehr als 200 Fans, darunter auch zahlreiche ehemalige Spieler, Unterstützer und Wegbegleiter des Vereins, übernahmen die Brandenburger von Beginn an die Kontrolle über die Partie. Die Mannschaft bestimmte das Spielgeschehen früh, auch wenn die Nervosität im Angriff zunächst noch spürbar war. Immer wieder fehlte im Abschluss die letzte Konsequenz. Defensiv präsentierten sich die Havelstädter dagegen hochkonzentriert und souverän. Was dennoch den Weg auf das Tor fand, wurde zur sicheren Beute von Schlussmann Nicolas Tosch, der mit zahlreichen starken Paraden ein sicherer Rückhalt seiner Mannschaft war und die Dresdner Angreifer ein ums andere Mal verzweifeln ließ.

Bereits zur Halbzeit lag der ASC komfortabel mit fünf Treffern in Führung und ließ nach dem Seitenwechsel keinen Zweifel mehr am Ausgang der Partie aufkommen. Mit einem furiosen 5:0-Lauf zu Beginn des dritten Viertels machten die Wasserballer aus Brandenburg endgültig alles klar. Während die Fans auf den Rängen bereits die Meistergesänge anstimmten, spielte sich die junge Mannschaft in einen regelrechten Rausch. Am Ende leuchtete ein souveränes 22:10 von der Anzeigetafel – und die Meisterfeier konnte beginnen.

Besonders bemerkenswert: Der Titelgewinn gelang dem ASC mit einer der jüngsten Mannschaften der Liga. Der eingeschlagene Weg mit zahlreichen Eigengewächsen und jungen Spielern zahlte sich in dieser Saison eindrucksvoll aus. Trainer Christopher Bott zeigte sich nach dem Schlusspfiff entsprechend emotional:

„Ich bin so stolz auf die junge Truppe und darauf, was sie diese Saison geleistet hat. Wir haben mit dem Umbruch ein klares Zeichen an unsere Jugendlichen gesetzt – und sie haben gezeigt, dass das genau der richtige Weg ist.“

Nach den ausgelassenen Feierlichkeiten richtet sich der Fokus nun direkt auf die nächsten großen Ziele. Bereits am 13. Juni steht das Pokal Final Four in Brandenburg an, ehe vom 26. bis 28. Juni das Aufstiegsturnier folgt. Der Austragungsort dafür steht aktuell noch nicht fest. Klar ist jedoch schon jetzt: Die Meisterschaft soll für den ASC Brandenburg 03 erst der Anfang gewesen sein.

Es spielten:
Nicolas Tosch, Armin Kuster (2 Tore), Phil Kretschmer (2 Tore), Philipp Boreck (2 Tore), Emil Heise (2 Tore), Magnus Sperling (2 Tore), Tobias Marzahn, Hugo Kamradt, Gabriel Satanovsky (7 Tore), Erik Lahayn (1 Tor), Emil Gutschmidt (2 Tore), Dave Lukas Hausmann, Moritz Richter, Yann-Marc Bonatz (2 Tore).

Foto von Thorsten Marzahn/ 9×13 Blog