Jung, mutig, konkurrenzfähig: Beim ersten U16-Nordost-Regionalentscheid im Wasserball setzte der ASC Brandenburg ein Ausrufezeichen – trotz klarer körperlicher Unterlegenheit.
Bereits mit Start des ersten U16-Nordost-Regionalentscheids im Herbst war klar: Der ASC Brandenburg würde in dieser Liga eine besondere Rolle einnehmen. Denn während viele Teams mit eingespielten U16-Kadern antraten, setzte Brandenburg aufgrund der weniger breiten Spielerdecke größtenteils auf Spieler aus der U14.
Führungsspieler gehen voran
Mit Kapitän Magnus Sperling und Goalgetter Arthur Pekrul hatte das Team zwei echte Leistungsträger in seinen Reihen. Pekrul erzielte beeindruckende 31 Tore in neun Spielen und führte die Offensive an. Gemeinsam mit Sperling gab er den jüngeren Spielern Sicherheit und Orientierung im Spiel gegen ältere Gegner.
Im Tor überzeugte Jamie Karisch mit konstant starken Leistungen, während Moritz Krause in der Defensive wichtige Akzente setzte. Die wenigen „echten“ U16-Spieler übernahmen Verantwortung – und machten den Unterschied.
Junge Talente wachsen über sich hinaus
Der Großteil der Mannschaft nutzte die Liga, um wertvolle Erfahrungen zu sammeln. Insbesondere Theo Hafenberg und Erik Werner stellten sich erfolgreich der körperlichen Härte und dem höheren Tempo der Altersklasse.
Für besondere Aufmerksamkeit sorgte Karl Dupont: Als einer der jüngsten Spieler im Feld – teils drei Jahre jünger als seine Gegenspieler – erzielte er starke neun Treffer. Auch der junge Center-Spieler Timoffi Dziubak zeigte immer wieder sein Potenzial mit sehenswerten Aktionen am Mann.
Enorme Entwicklung im Saisonverlauf
Bereits in der Vorrunde zeigte der ASC Brandenburg, dass mit ihm zu rechnen ist. Gegen deutsche Spitzenteams aus Neukölln und Hannover hielt die Mannschaft teils gut mit und bewies ihr spielerisches Niveau.
In den Platzierungsspielen um Rang fünf bis acht wurde die Aufgabe nicht leichter – im Gegenteil. Mehrere Leistungsträger fehlten, da sie parallel für die U14-LGO-Auswahl im Einsatz waren. Doch auch diese Hürde meisterte das Team mit Charakter: Erfurt wurde souverän besiegt, und gegen Zwickau gelang beinahe die Überraschung. Nach einer klaren 11:6-Führung musste Brandenburg jedoch dem hohen Tempo Tribut zollen und verlor denkbar knapp mit 12:13.
Starker Abschluss trotz Niederlage
Zum Saisonabschluss in Hamburg traf der ASC auf eine deutlich ältere Mannschaft. Die junge Truppe hielt gut dagegen, musste sich letztlich aber mit 7:15 geschlagen geben. Trotzdem überwog die Zufriedenheit. Trainer Björn Dupont zog ein positives Fazit: Platz sieben unter diesen Voraussetzungen sei ein gutes Ergebnis und ein wichtiger Schritt in der Entwicklung der Mannschaft.
Mehr als nur Sport
Den gelungenen Abschluss fand die Saison abseits des Beckens: Bei einer gemeinsamen Hafenerkundung und einem Teamessen in Hamburg ließ die Mannschaft die Saison Revue passieren – und sammelte Motivation für die kommenden Aufgaben.