Mit einer lange ersehnten Medaille im Gepäck kehrte das U14-Wasserballteam des ASC Brandenburg 03 von den Ostdeutschen Meisterschaften in Berlin zurück. Nach einer schwierigen Turnierphase und gesundheitlichen Rückschlägen in der Vorbereitung belohnten sich die jungen Brandenburger mit einem starken dritten Platz.

Bereits im Januar hatte sich die Mannschaft in einer anspruchsvollen Vorrundengruppe für die Endrunde qualifiziert. Doch ausgerechnet vor dem Saisonhöhepunkt wurde das Team von einem Virus ausgebremst, der mehrere Leistungsträger erwischte. Während Linkshänder Hugo Zatlidis und Spielmacher Karl Dupont angeschlagen ins Turnier gingen, musste Stammspieler Erik Werner komplett passen. Die Hoffnungen auf den Titel rückten damit in weite Ferne – doch die Mannschaft wollte sich vor den vielen mitgereisten Fans die Chance auf eine Medaille nicht nehmen lassen.

In einem starken Teilnehmerfeld mit sechs Teams ging es im Auftaktspiel zunächst gegen Görlitz um den Einzug in die Runde der besten vier Mannschaften. Gegen den vermeintlich schwächeren Gegner wollten die Brandenburger früh Sicherheit gewinnen, Kräfte sparen und dennoch souverän auftreten. Das gelang zwar nicht über die gesamte Spielzeit, doch am Ende stand ein ungefährdeter 14:6-Erfolg auf der Anzeigetafel.

Damit war der Weg frei für die Duelle mit den großen Wasserball-Adressen aus Potsdam, Spandau 04 und Plauen. Gleich zu Beginn wartete mit Potsdam der Turnierfavorit. Nach einem verschlafenen ersten Viertel (1:5) zeigte das Team um den über das ganze Wochenende stark aufspielenden Ben Triebel jedoch Moral und hielt über zwei Spielabschnitte gut dagegen. Erst zum Ende setzte sich Potsdam deutlicher ab, sodass sich der ASC letztlich mit 9:18 geschlagen geben musste.

Am Sonntagvormittag stand dann das vermeintliche Spiel um Bronze gegen das junge Spitzenteam aus Plauen an. In den bisherigen Saisonduellen hatten die Sachsen stets klar die Oberhand behalten. Doch diesmal lieferten die ASC-Jungs eine echte Meisterleistung ab. Von Beginn an stimmte die Einstellung, und das Trainerteam um Björn Dupont und Sascha Mischur-Wunderlich zeigte sich besonders zufrieden mit der bärenstarken Pressverteidigung. Ein entscheidender taktischer Kniff war der Einsatz von Hugo Zatlidis als neuem Centerverteidiger. Offensiv drückten Karl Dupont, Theo Hafenberg und Andreas Kuljaeff mit sehenswerten Treffern dem Spiel ihren Stempel auf, während Torhüter Sebastian Baum einen sicheren Rückhalt bildete. Mit dem Schlusspfiff war klar: Die ersehnte Medaille war dem ASC nach dem überzeugenden 11:8 Sieg nicht mehr zu nehmen.

Im abschließenden Spiel gegen die Nachwuchsmannschaft von Spandau 04 ging es sogar noch um Silber und die damit verbundene Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft. Doch die Berliner, die sich im Saisonverlauf unter anderem mit Spielern aus Neukölln verstärkt hatten und mit einem deutlich breiteren Kader antraten, ließen den inzwischen stark entkräfteten Brandenburgern keine Chance. Am Ende musste sich der ASC mit 5:20 geschlagen geben.

Trotz dieser Niederlage überwiegt die Freude über eine äußerst erfolgreiche Saison. Mit dem zweiten Platz im Ostdeutschen Pokal und der Bronzemedaille bei den Meisterschaften ist das aktuelle U14-Team die erfolgreichste Jugendmannschaft des Vereins seit der „goldenen Generation“ um die heutigen Männerspieler Emil Heise, Phil Kretschmer und Hugo Kamradt, die vor vier Jahren die Silbermedaille gewinnen konnte.

Die Bronzemedaille von Berlin ist damit nicht nur ein verdienter Lohn für eine kämpferische Turnierleistung, sondern auch ein starkes Signal für die erfolgreiche Nachwuchsarbeit des ASC.

Es spielten: Sebastian Baum, Hugo Zatlidis, Leon Gebauer, Nikita Jensen, Andreas Kuljaeff, Timofii Dziubak, Theo Nickisch, Karl Dupont, Ben Triebel, Theo Hafenberg, Henry Herfurt, Oskar Klose, Nikolas Krasiy, Silas Wunderlich