Wasserball

Dienstag, 22.Jan.2019, 23:43 Uhr

Großer Kampf wird nicht belohnt

 Vom 19. bis 20. Januar kämpften fünf Teams um den Einzug in die Endrunde des Ostdeutschen Wasserballpokals der Altersklasse U12. Darunter die Mannschaften aus Potsdam, Auerbach, Chemnitz, Plauen und die heimische SGW Brandenburg (ASC Brandenburg). Zum Weiterkommen musste einer der vorderen drei Plätze belegt werden.

 

Im ersten Spiel ging es für die Brandenburger direkt in das Derby gegen den OSC Potsdam. Dieser hatte das letzte Zusammentreffen vor zwei Monaten noch mit 12:3 für sich entscheiden können. Beide Mannschaften kennen sich gut aus gemeinsamen Trainingseinheiten. Die Spieler der SGW agierten gegen die favorisierten Potsdamer aus einer geordneten Abwehr und gaben dem Gegner wenige Möglichkeiten für sein Konterspiel. So stand es nach dem ersten Viertel lediglich 0:2 aus Sicht der Brandenburger. Die Potsdamer hatten wiederholt Probleme sich gegen den agilen Centerverteidiger Quyen Han durchzusetzen. Kam doch ein Wurf auf das Tor der SGW wurden er vom glänzend aufgelegten Torhüter Maurice Pritzkow entschärft. Durch zwei Unkonzentriertheiten in der Abwehr zog Potsdam jedoch kurz vor Ende des zweiten Viertels auf 0:4 davon. Die junge Mannschaft der SGW ließ sich davon nicht entmutigen. Emil Heise kämpfte auf der Centerposition um jeden Ball. Nach viel Pech im Abschluss gelang ihm der wuchtige 1:4 Anschlusstreffer, während die Potsdamer im dritten Viertel keinen Treffer erzielten. Bis zur Mitte des vierten Viertels gab es viele Chancen für beide Mannschaften, bis Potsdam das vorentscheidende 1:5 markierte. Beide Mannschaften wechselten danach kräftig durch. So blieb es bei einem respektablen 1:5 aus Brandenburger Sicht.      

 

Nur eine Stunde später ging es für die Gastgeber gegen die SGW Auerbach/Netzschkau weiter. Hier zeigte sich von Beginn an die spielerische Überlegenheit der Brandenburger. Nach nur 24 Sekunden erzielte Kapitän Erik Lahayn das erste seiner insgesamt acht Tore in diesem Spiel. Durch freche Distanzwürfe und schönem Zusammenspiel in Kontersituationen erhöhten Lahayn(2), Hugo Kamradt, Emil Heise und Armin Kuster auf eine 6:0 Führung nach dem ersten Viertel. In diesem Spiel erhielten insbesondere die jungen Spieler des Jahrgangs 2009 viel Einsatzzeit und machten ihre Sache gut. Die vielen Wechsel taten dem Spielfluss keinen Abbruch. Jürgen Hardt, Lahayn (3) und Heise sorgten für eine 11:0 Halbzeitführung. Nun zog es auch Centerverteidiger Han häufiger nach vorne. Im dritten Viertel erzielte er zwei ansehnliche Tore und stellte gemeinsam mit zwei weiteren Treffern von Hardt auf 15:0 im dritten Viertel. Zum 18:0 Endstand trafen im vierten Viertel nochmals Lahayn (2) und der ehrgeizige Leon Lüder.

 

Am Sonntagmorgen bestand die Chance, durch einen Sieg gegen den SC Chemnitz, bereits vorzeitig in die Endrunde einzuziehen. Der Start ins Spiel wurde seitens der Brandenburger leider verschlafen. So stand es nach vier Minuten schon 0:2 für Chemnitz. Eine schnell ausgespielte Überzahl nutze Lian Kirchner zum 1:2 Anschlusstreffer. Die Aufholjagd schien vorerst eingeläutet. Es folgten Tore vom Lahayn, Han und vom hart arbeitenden Bastian Haberlandt zur 4:2 Halbzeitführung. Der Spielstand wirkte nun gerechter. Die mangelnde Chancenverwertung aus der ersten Halbzeit rächte sich jedoch in der zweiten Spielhälfte. Die Mannschaft verlor den Faden und durch einige strittige Schiedsrichter-Entscheidungen auch die beiden Stammspieler Heise und Lahayn. In der Abwehr versuchte nun Torwart Pritzkow, durch viele gute Paraden, seine Mannschaft im Spiel zu halten. Vorne kämpften Haberlandt, Kamradt und Han um jeden Ball. Gegen die harte Pressverteidigung gelangen jedoch nur noch wenige Offensivaktionen. Chemnitz holte auf und führte eine Minute vor Spielende bereits mit 4:6 Toren. Quyen Han brachte die SGW noch mal auf 5:6 heran. Die Brandenburger warfen nun alles nach vorne und kassierten durch einen Konter das entscheidende Tor zum 5:7 Endstand.

 

Nur eine Stunde nach dieser bitteren Niederlage musste die SGW nun gegen den SVV Plauen gewinnen, um den Einzug in die Endrunde noch zu realisieren. Die Plauener hatten am Vortag bereits deutlich gegen Chemnitz gewonnen. Das erste Viertel gestaltete sich ausgeglichen. Nach Toren von Hardt, Han und Heise führte die SGW mit 3:2 im ersten Viertel. Den Brandenburger Spielern steckte nun das hart umkämpfte Spiel gegen Chemnitz merklich in den Knochen. Immer seltener konnten sie die ausgemachten Schwachstellen der Plauener Abwehr ausnutzen. Der stark aufspielende Kapitän der Gäste hingegen stellte die Abwehr der Brandenburger zunehmend vor Probleme. So konnte nur mit Mühe eine 5:4 Führung in die Halbzeit übernommen werden. Die Tore dazu erzielten Heise und Lahayn. Nach der Halbzeit schwanden die Kräfte nun merklich. Plauen glich im dritten Viertel auf 5:5 aus. Im Angriff fehlte die letzte Konsequenz und das Quäntchen Glück, während Pritzkow durch zahlreiche Paraden seine Mannschaft weiter im Spiel hielt. Im vierten Viertel nutzte die Mannschaft aus Plauen nun die Erschöpfung der Brandenburger gnadenlos aus. Beim Stand von 8:5 für Plauen erhielten nun die Ergänzungsspieler der Gastgeber noch ihre Einsatzzeiten, während Plauen mit der Stammformation noch auf den 5:10 Endstand stellte.

 

Mit dieser weiteren Niederlage beendete die SGW Brandenburg das Vorrunden-Turnier auf dem vierten Platz. Damit bleibt im März nur die Teilnahme an der Platzierungsrunde um die Plätze 7 bis 10 in Ostdeutschland.

 

Trainer Marcel Gruhn fasst das Wochenende wie folgt zusammen: „Die Leistungssteigerung der Jungs setzt sich von Spiel zu Spiel fort. In dieser Altersklasse werden Spiele jedoch häufig von ein bis zwei, körperlich schon weit entwickelten, Spielern entschieden. Diese setzten sich dann über eine gute Mannschaftsleitung hinweg. Mit der Zeit vergehen solche Vorteile allerdings. Von daher sind wir trotz der unglücklichen Niederlagen auf einem sehr guten Weg und mit vielen Mannschaften mindestens auf Augenhöhe.“ 

 

Es spielten: Maurice Pritzkow, Leon Lüder (1), Hugo Brüggemann, Bastian Haberlandt (1), Emil Heise (5), Hugo Kamradt (1), Jürgen Hardt (4), Quyen Han (5), Armin Kuster (1), Erik Lahayn (10), Lian Kirchner (1), Yann-Marc Bonatz, Konstantin Böhl, Dave Hausmann, Emil Gutschmidt