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Wasserball

Montag, 19.Mär.2018, 18:14 Uhr

Starkes drittes Viertel hilft über schlechten Start hinweg

SGW Brandenburg gewinnt auswärts bei der HSG TH Leipzig mit 9:11

Die Brandenburger reisten bereits unter schwierigen Vorzeichen in Sachsen an: Starker Schneefall hatte in der Nacht zu zahlreichen Unfällen geführt und die aus Magdeburg anreisenden Exilanten Johannes Theuer und Chris Ernesto Priol Bicet waren von einer Vollsperrung betroffen, in deren Folge sie sich zur Umkehr entschieden – eine pünktliche Ankunft wäre nicht möglich gewesen. Daher stellte sich der nominelle Trainer Christopher Bott zur Verfügung, um seine Männer im Wasser zu unterstützen. Auch das Schiedsrichtergespann war vom Wetter betroffen, denn anstatt wie üblich im Duo zu agieren, musste der aus Gera angereiste Referee auf seinen Gegenüber verzichten. Nach Rücksprache einigten sich aber beide Mannschaften auf Durchführung und Wertung des Spiels.

 

Die Brandenburger starteten mit dem ersten Treffer in Überzahl durch Dennis Wagner. Dieser sollte aber der einzige im ersten Viertel bleiben, da ungewöhnlich viele Angriffe der Havelstädter verpufften oder durch fehlende Konzentration frühzeitig abgegeben wurden. Leipzig hingegen nutzte die Chancen klarer und führte zu Beginn des zweiten Viertels sogar mit 3:1. Bott verkürzte zunächst, doch zwei weitere Treffer der Sachsen bedeuteten das zwischenzeitliche 5:2. Knapp eine Minute vor dem Seitenwechsel fand Brandenburgs bester Schütze aber in die Spur: Gabriel Satanovsky markierte das 5:3.

 

Nach dem Seitenwechsel und einer impulsiven Halbzeitansprache erwachten die Gäste langsam und starteten ihr stärkstes Viertel. Zunächst verkürzte erneut Bott auf 5:4, ehe Maximilian Stresow ausglich. Und der Tabellenzweite hielt das Tempo hoch: Satanovsky brachte mit dem 5:6 seine Mannschaft in Führung. In der nächsten Unterzahlsituation musste man noch den Ausgleich hinnehmen, ehe Wagner und Satanovsky mit den Treffern zum 6:8 einen leichten Vorsprung erarbeiteten. Diesen Schwung nahmen die Brandenburger zunächst auch in den letzten Abschnitt mit, als Wagner sein drittes Tor an diesem Tag markierte und Stefan Frank mit dem 6:10 die Weichen auf Auswärtssieg stellte. Zwei Unterzahlsituationen konnte man aber nicht konsequent genug verteidigen, sodass die Elsterstädter noch auf 8:10 herankamen. Ein weiterer Gegentreffer ließ die Gäste noch kurz zittern, doch Patrick Jörg Hehr belohnte sich für seine kräftezehrende Arbeit auf der Centerposition und brachte mit dem 9:11 knapp eine Minute vor Schluss den Endstand.

 

Trainer Bott war nach dem Abpfiff vor allem mit der Chancenverwertung unzufrieden: Nicht mal jeder dritte Angriff fand den Weg ins gegnerische Tor. Auch die Überzahlquote war mit nur einem Viertel erfolgreicher Abschlüsse erschreckend schlecht. Eine so unkonzentrierte Leistung könne man sich beim nächsten Spiel auswärts am 14. April bei der Bundesligareserve des SVV Plauen nicht erlauben – dann seien der zweite Tabellenplatz und die Teilnahme am Aufstiegsturnier in Gefahr. Das nächste Mal ins Wasser des heimischen Marienbads steigen die Wasserballer am 21. April um 16:00 Uhr gegen Halle, um sich für ihre überraschende Auswärtsniederlage zu revanchieren.

 

SGW Brandenburg: Nicolas Tosch (im Tor), Christopher Bott (2), René Oldenburg, Marcel Gruhn, Stefan Frank (1), Toni Roehl, Maximilian Stresow (1), Gabriel Satanovsky (3), Jonas Hergarden, Patrick-Jörg Hehr (1), Dennis Wagner (3), Leon Hergarden