Wasserball

Montag, 30.Apr.2018, 16:22 Uhr

Die große Überraschung nicht geschafft

SGW gewinnt Pokalspiel gegen Schöneberg, SGW II unterliegt Spitzenreiter aus Prag

Der vergangene Samstag brachte ein echtes Wasserball – Bonbon ins Brandenburger Marienbad. Bei einem Doppelspieltag in der Viertelfinal-Runde standen sowohl für die erste als auch für die zweite Mannschaft der SGW Brandenburg Heimspiele an – gegen die aktuell führende und gegen die derzeit zweitplatzierte  Mannschaft der 2. Wasserballliga Ost.

 

Die Stammmannschaft empfing mit der SG Schöneberg ihren hartnäckigsten Verfolger im Ligabetrieb, denn die Berliner finden sich derzeit mit einem Spiel mehr punktgleich mit den Brandenburger an zweiter Position wieder. Dementsprechend ausgeglichen verlief die Begegnung über weite Strecken. Trainer Christopher Bott konnte seine beiden etatmäßigen Centerspieler Patrick-Jörg Hehr und Sascha Mischur nur wenig schonen, obwohl er sie noch für die zweite Begegnung des Tages mit einplante. Kapitän Maximilian Stresow fiel verletzungsbedingt aus, sollte aber durch Alexander Zick talentiert vertreten werden.

 

Die Brandenburger lagen bereits nach einer Spielminute mit 0:1 hinten, ehe Gabriel Satanovsky in Überzahl ausglich. Dem erneuten Rückstand antwortete Björn Dupont kurz vor Ablauf des ersten Abschnitts mit dem 2:2. Gerade einmal 40 Sekunden nach Anpfiff des zweiten Viertels erzielte Marco Förster die 3:2 – Führung, welche die Gäste aber schnell ausgleichen konnten. Försters nächster Treffer zum 4:3 mit einem sehr sehenswerten Heber bedeutete die erneute Brandenburg Führung, welche sie an diesem Nachmittag auch nicht mehr abgeben sollten. Satanovsky erhöhte sogar noch, bevor ein Anschlusstreffer der Gäste zum 5:4 folgte. Zwei weitere Treffer der Hausherren durch Mischur und Zick bedeuteten zwischenzeitlich sogar das:4 zur Halbzeitpause.

 

Der Seitenwechsel schien den Havelstädtern weniger zu bekommen und so kamen die Gäste aus der Hauptstadt durch zwei Unachtsamkeiten in der Hintermannschaft der SGW aus 7:6 heran. Doch Dennis Wagner mit viel Übersicht in Überzahl und Dupont mit einem sicher abgeschlossenen Konter warfen das 9:6 heraus, ehe Satanovsky sogar noch auf 10:6 erhöhte. Dass die Schöneberger Gäste nicht zu Unrecht ihren derzeitigen Ligaplatz beanspruchen, zeigten ihre nächsten drei Treffer zum 11:9, denen nur Satanovsky ein Brandenburger Tor entgegensetzen konnte. So konnte die Entscheidung nur im letzten Viertel fallen: Mischur traf noch zum 12:9, doch mit zwei weiteren Gegentreffer blieben die Gäste in Schlagdistanz. Erst zwei Überzahltreffer durch den sicher aufspielenden Zick und Stefan Frank zum 14:11 brachten zwei Minuten vor Abpfiff etwas Sicherheit. Einem Gegentor in Unterzahl ließ Dupont den Schlusspunkt zum 15:12 folgen.

 

Damit wurden die Hauherren ihrer Favoritenrolle gerecht. Die sieben verschiedenen Torschützen und die befriedigende Torausbeute sprachen erneut für die gute Offensivleistung. Mit seiner Verteidigung haderte Trainer Bott erneut, hatte gegen die wurfstarken Gäste und seinem derzeit auswärts studierenden Torwart Tosch allerdings auch leichtes Nachsehen.

 

Im zweiten Spiel des Tages sah sich die Reservemannschaft der SGW dem aktuellen Ligaprimus aus der tschechischen Hauptstadt, der Stepp Praha, gegenüber. Auch hier begann das Spiel zunächst ausgeglichen, worüber sich nicht nur die zahlreichen Fans wunderten. Sascha Mischur eröffnete in seinem zweiten Spiel nach nur kurze Pause zum 1:0. Zwei Gegentreffern ließ er auch das 2:2 folgen. Zum Ende des ersten Abschnitts konnte sich die Gäste mit 2:5 etwas absetzen, doch erneut Mischur und Christopher Bott, der nun seine Anweisungen als Trainer der Ersten bei der zweiten Mannschaft umsetzen durfte, trafen zum 4:5. Den Gästen gelang es nun besser, Brandenburgs gut aufspielenden Torwart Aly Abdulrahman zu überwinden, sodass sie auf 4:11 davon zogen. Das komplette dritte Viertel endete so leider torlos aus Sicht der Hausherren, während Prag vier Mal einnetzte. Erst im letzten Abschnitt traf Hehr, auch in seinem zweiten Spiel des Abends, in Überzahl zum 5:11 – Anschluss. Nach einem weiteren Gegentreffer überraschte Sebastian Geyer den Favoriten noch mit einem satten Linksschuss, ehe wiederum die Gäste den 6:13 – Entstand markierten.

 

Spielertrainer Bott war mit der Leistung seiner Mannschaft, bestehend aus Perspektivspielern und reaktivierter Garde, zufrieden, auch, wenn die große Überraschung gegen den Favoriten ausblieb. Man habe gegen sehr offensivstarke Gäste gut verteidigt – gerade einmal die Hälfte der Unterzahlsituationen endeten in einem Gegentor. Gegen sich keineswegs schonende Prager wäre es auch bei der ersten Mannschaft mindestens ein enges Spiel geworden.

 

Das nächste Wasserballspiel startet an Donnerstag, dem 10.05.2018, um 10:30 Uhr im Brandenburger Marienbad. An Christi Himmelfahrt werden die Wasserballer zu ungewohnter Vormittagszeit gegen Dresden ins Becken steigen und ihre Fans mit Freibier in die Halle locken.

 

SGW Brandenburg: Nicolas Tosch (im Tor), Alexander Zick (2), René Oldenburg, Chris Priol Bicet, Stefan Frank (1), Gabriel Satanovsky (4), Björn Dupont (3), Yannic Kontauts, Marco Förster (2), Duncan Händel, Patrick-Jörg Hehr, Dennis Wagner (1), Sascha Mischur (2)

 

SGW Brandenburg II: Aly Abdulrahman (im Tor), Toni Röhl, Billy-Bob Mattler, Sebastian Geyer (1), Arthur Ageev, Niels Haberlandt, Christopher Bott (1), Marcel Gruhn, Oliver Wienholdt, Markus Behrendt, Patrick-Jörg Hehr (1), Jonas Hergarden, Sascha Mischur (3)